Einfamilienhaus.org

Startseite | Werben auf Einfamilienhaus.org

Nach Bundesland

Einfamilienhaus Preise

Hausbauarten

Hausbau Partner

Exklusive Werbung

Einfamilienhaus Blog

Blockheizkraftwerke für Einfamilienhäuser

In einem Blockheizkraftwerk werden unter Ausnutzung des Prinzips der Kraft-Wärme-
Kopplung sowohl Wärme wie auch Strom gleichzeitig produziert. Früher wurde diese Technik nur in großen Heizkraftwerken eingesetzt oder auch in Industriebetrieben.

 

Technik eines BHKW

In Kraftwerken wird elektrische Energie erzeugt, indem ein Verbrennungsmotor einen Generator antreibt. Ein solcher Verbrennungsmotor läuft typischerweise mit Gas oder Öl, wobei auch Biogas oder Biodiesel eingesetzt werden können (in modernen BHKW sind auch Holzpellets oder der Betrieb mit einer Brennstoffzelle möglich). Früher wurde die im Abgas enthaltene Wärme und die am Generator entstehende Abwärme nicht genutzt. In einem Blockheizkraftwerk (BHKW) wird diese Wärme aber über einen Wärmetauscher genutzt. Diese Kraft-Wärme-Kopplung kann erheblich zur Einsparung von Brennstoff
beitragen.

 

Mikro-BHKW's für Einfamilienhäuser

Seit einiger Zeit ist auch bei dieser Technik eine Miniaturisierung zu erkennen. Sogenannte Mini- oder Mikro-BHKW decken den Wärme- und Stromverbrauch, der in einem Ein- oder Zweifamilienhaus anfällt, ab. Sie werden typischerweise mit Erdgas oder Heizöl betrieben, erbringen eine thermische Leistung von bis zu 16 kW und eine elektrische Leistung von bis zu 7 kW. Die Mini-Blockheizkraftwerke für Ein- oder Zweifamilienhäuser ersetzen also die normale Heizungsanlage und produzieren gleichzeitig den Strom, der im Haus benötigt wird oder darüber hinaus. BHKW können unterschiedlich ausgelegt werden: Sie können strom- oder wärmegeführt betrieben werden. Im ersten Fall richtet sich die Auslegung und Steuerung des BHKW nach dem Strombedarf des Betreibers, wobei unter Umständen ein Pufferspeicher für die Wärme notwendig wird, wenn diese zu Zeiten anfällt, zu denen sie nicht benötigt wird. Bei wärmegeführten BHKW orientiert sich die Anlage dagegen am Wärmebedarf (für Heizwasser oder Trinkwasser). Fällt dann Elektrizität an, die gerade nicht benötigt wird, kann die elektrische Energie ins öffentliche Netz eingespeist werden.

 

Kosten/Wirtschaftlichkeit

Es sind einige Mikro-BHKW für Einfamilienhäuser auf dem Markt. Der ecoPower von Vaillant mit Gasmotor kostet rund 20.000 Euro, der lion-Powerblock von OTAG mit Doppeltfreikolben und Dampf-Kraft-Maschine kommt auf rund 15.000 Euro, der Dachs der Firma SenerTec fängt bei circa 25.000 Euro an. Für den mit Gasbrenner und Stirlingmotor arbeitenden WhisperGen von Whisper Tech werden inklusive Pufferspeicher um die 20.000 fällig. Bei diesen durchaus hohen Preisen für Blockheizkraftwerke muss die Wirtschaftlichkeit der Technik unbedingt abgeschätzt werden. Hier spielen zwei Faktoren eine große Rolle. Es gibt für die Anschaffung eines Mikro-BHKW für Ein- und Zweifamilienhäuser Zuschüsse aus diversen Förderprogrammen.

 

Kosten/Wirtschaftlichkeit

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW gewährt zinsgünstige Darlehen für die Anschaffung eines BHKW, wenn die Anlage wärmegeführt und mit Biomasse betrieben wird. In vielen Bundesländern kann sogar ein Investitionszuschuss für ölbetriebene BHKW in Höhe von rund 1.500 Euro beantragt werden. Er wird finanziert von der BHKW-Branche und dem Verband der Mineralölhändler. Auch bieten einige Versorgungsunternehmen Zuschüsse oder verbilligte Anlagen. Neben diesen Zuschüssen aus Förderprogrammen kann die Wirtschaftlichkeit eins BHKW durch die Einspeisung von Strom ins öffentliche Netz erhöht werden. Für jede Kilowattstunde Strom werden bei BHKW mit fossilen Brennstoffen 10,19 Cent vergütet, bei BHKW, die mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben werden, sind es sogar 18,48 Cent pro kWh. Diese Einspeisevergütung wird allerdings nur für zehn Jahre gezahlt. Außerdem fällt beim Betrieb von BHKW keine Mineralölsteuer für Diesel oder Heizöl an.